Gedenken an die Reichsprogromnacht

Gedenkveranstaltung im Alten Friedhof

Am 9. November vor 81 Jahren fand in Arnstadt, wie auch in unzähligen anderen Städten, die Reichspogromnacht statt. 1.400 Synagogen wurden zerstört. Es war der offizielle Beginn des wohl dunkelsten Kapitels unserer Geschichte, dem Holocaust.

Im Rahmen einer gut besuchten Gedenkveranstaltung erinnerten am 9. November um elf Uhr im Alten Friedhof die Landrätin, der Bürgermeister, Mitglieder des Stadtrates, Schüler und viele Bürger der Stadt an das nicht in Worte zu fassende Grauen der damaligen Zeit. Umrahmt von jüdischen Liedern sprachen der Bürgermeister, zwei Schüler des Gymnasiums und die Landrätin eindringliche und mahnende Worte. Im Mittelpunkt der Reden standen neben dem Leid, das Millionen von Juden aller Altersgruppen widerfahren ist, auch die heutige Situation in unserem Land. Auch heute machen sich Juden, Sinti und Roma und viele andere Minderheiten Gedanken um ihre Sicherheit. Und das nicht zu unrecht. Unsere Sprache verroht, Taten folgen.

Verantwortung, das Geschehene nicht zu vergessen

Wir sind für das, was geschah, nicht verantwortlich und wir können es nicht rückgängig machen. Aber wir sind verantwortlich für das Nichtvergessen und dafür, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Mit diesen Worten schloss die Landrätin ihre Rede.

Blumen wurden niedergelegt. Aber das allein reicht nicht.

Elie Wiesel sagte: „Es kann Zeiten geben, in denen wir nicht in der Lage sind, Ungerechtigkeit zu verhindern, aber es darf nie einen Zeitpunkt geben, an dem wir nicht protestieren.“

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